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Besuch im Kloster Himmelspforten
Einen Ausflug der besonderen Art machten acht Schwestern aus Kist mit einem Reisebus, der aufgrund einer besonderen Vorrichtung auch die Schwestern mit Einschränkungen transportieren konnte. Ziel war das Kloster “Himmelspforten” in Würzburg, wo eine Gemeinschaft von Karmelitinnen lebt. Der Besuch wurde aus verschiedenen Gründen geplant:
als Sr. Marie-Lu im Dezember 2024 starb, befand sich in ihrem Nachlass eine Reliquie der Hl. Teresa von Avila: ein kleines Holzstück aus der Zelle der Hl. Teresa, fein gefasst in einem schlichten Holzrahmen. Eine solche Kostbarkeit gehört zu den Karmelitinnen und sie sollte persönlich übergeben werden, war die Meinung. Und so geschah dies in der Kirche, nachdem Sr. Immaculata aus dem Karmel in Würzburg eine interessante Einführung in die Geschichte des Klosters und der Kirche gegeben hatte.
Ein weiterer Anlass war, dass Sr. Stefanie Wilscher seit April dieses Jahres dort lebt. Sie war vor ihrem Übertritt zu den Karmelitinnen mehrere Jahre Schwester der Oakford-Dominikanerinnen und kennt einige Schwestern aus Kist. Im April dieses Jahres erst war sie zusammen mit der kleinen Gemeinschaft aus dem Kloster Welden bei Augsburg dauerhaft in das Karmelitinnenkloster Himmelspforten Würzburg gezogen. Und so freuten sich viele über das Wiedersehen mit ihr nach so vielen Jahren
Auch Sr. Anna-Maria von den Karmelitinnen freute sich sehr über den Besuch der Schwestern aus Kist. Denn während ihrer Zeit der Kurzzeitpflege, die sie im Frühjahr in der Seniorenresidenz Kist verbrachte, war sie froh, dass sie am Gebet und den Gottesdiensten der dominikanischen Schwestern teilnehmen und sich mit ihnen austauschen konnte.
Und so gab es im Anschluss an die Führung in der Kirche einen regen Austausch zwischen den Schwestern bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen im kleinen Festsaal des Klosters. Diese gastfreundliche Einladung wurde als Besonderheit wertgeschätzt. Denn die Karmelitinnen pflegen wenig Kontakt nach außen und leben ihren Alltag abgeschieden in Klausur, der von Gebet und Schweigen geprägt wird.
Vor den Klostermauern wartete auch schon der Bus, um die Schwestern wieder zurück nach Kist zu bringen. Vom "Busaufzug" waren auch die Karmelitinnen fasziniert, die ihn sogleich ausprobierten. Und so verabschiedeten sich die Schwestern gegenseitig mit Dankbarkeit und Freude sowie mit einer Einladung zum Gegenbesuch in Kist.
Fotos und Text: Irene Schneider