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Aktuelles

Vielen Dank für die gemeinsame Zeit

Sr. Christiane mit dem Bild der Kinder

Kindergartenkinder bedankten sich bei den Schwestern

Die Schwestern genossen den Nachmittag im Pfarrheim

Sr. Hilke dankte allen für die Wertschätzung

Sr. Liboria und der Näuschter Wallekipper

Sr. Dagmar und Sr. Christiane bewundern das Kunstwerk

Pfarreiteam und Kirchenverwaltung St. Michael und St. Gertraud hatten zum Abschiedstreffen ins Pfarrheim in Neustadt eingeladen.

„Herzlichen Dank für den schönen Nachmittag hier mit Euch allen. Wir spüren, dass es Euch sehr wichtig ist, uns ein so schönes und gutes Zeichen der Wertschätzung zu schenken“, mit diesen Worten bedankte sich Sr. Hilke bei allen, die den Schwestern am vierten Adventssonntag mit ganz persönlichen Momenten dankten für ihre Zeit in Neustadt.

Das Pfarreiteam und die Mitglieder der Kirchenverwaltung St. Michael und St. Gertraud hatten zum Abschiedstreffen ins Pfarrheim in Neustadt eingeladen. Alle Schwestern, die Anfang des neuen Jahres das Kloster St. Josef in Neustadt verlassen und in ihr neues Domizil, die Seniorenresidenz Kist umziehen, waren ins Pfarrheim gekommen und verbrachten, zusammen mit Neustadter und Erlachern, ein paar vergnügliche Stunden.

Mit dem Weggang der Schwestern geht eine geschichtsträchtige Zeit zu Ende

Natürlich wurden dabei auch einige Tränen verdrückt. Schließlich geht mit dem Weggang der Schwestern auch eine geschichtsträchtige Zeit zu Ende denn Seit 1909 führten die Missionsdominikanerinnen die klösterliche Tradition in Neustadt fort. Viele der Schwestern waren in der Pfarrei fest verwurzelt.

Wie sehr sie wertgeschätzt wurden zeigten ihnen die Neustadter und Erlacher am Sonntag, 18. Dezember 2022 bei einem Adventsnachmittag im Neustadter Pfarrheim. Die Kinder des Kindergartens St. Martin hatten dazu extra einen Wichteltanz einstudiert, den sie krankheitsbedingt jedoch nicht alle aufführen konnten. Zwei Kindergartenkinder waren gesund boten – zusammen mit den Erzieherinnen – den Zuschauern im Pfarrheim eine wunderschöne Darbietung mit Tannenbaum, Sternen, Lichtern und einem Wichteltanz.

Kindergartenkinder gestalteten den Schwestern ein Bild zur Erinnerung an Neustadt

Sie bedankten sich damit für die lieben Worte der Schwestern beim Spaziergang durch den Klosterhof. Sie dankten dafür, dass sie jedes Jahr die schöne Krippe im Kloster anschauen durften und dabei selbstredend auch mit Plätzchen verwöhnt wurden. Sie dankten den Schwestern für den Schlusspunkt des jährlichen St-Martins-Zuges, der die Kleinen stehts in den Klosterhof führte. Alle zusammen haben den Schwestern ein Bild gestaltet, das diese auch in ihrem neuen Domizil an Neustadt erinnern soll und das sie Sr. Christiane überreichten.

Sybille Grübel nahm die Anwesenden mit auf eine bilderträchtige Reise durch die klösterliche Zeit in Neustadt von 1909 bis heute. Die historischen und aktuellen Fotos riefen bei vielen Erinnerungen hervor und bei kurzweiligen Erzählungen kramte der eine oder die andere tief im Gedächtnis. So kam die eine oder andere Geschichte zutage.

Der Näuschter Wallerkipper erinnerte sich kurzweilig an Begegnungen mit den Schwestern

Natürlich gab es auch Zeit für den Austausch miteinander. Das stand als Hauptpunkt über dem Abschiedstreffen im Pfarrheim, miteinander reden, sich austauschen und Abschied nehmen können.

Der Näuschter Wallekipper (in Person von Helga Heidenfelder) erzählte in Reimen und kurzweilig vom Leben und Wirken der Schwestern in Neustadt. Er berichtete unter anderem von Sr. Demetria, der Gartenschwester, die oft mit dem Traktor unterwegs war und den früheren Nutzgarten der Schwestern bewirtschaftete und sich mit Hingabe um alles kümmerte was grünte und blühte.

Oder Sr. Theresita, die aus der Neustadter Historie nicht wegzudenken ist. Mit ihren fundierten Kenntnissen war sie eine wichtige Person bei den Führungen durch die Neustadter Geschichte. „Ich werde Sie bei den Kirchenführungen sehr vermissen“, bedauerte Sybille Grübel.

Sr. Liboria bekam vom Wallekipper die Näuschter Walle überreicht. Sie hatte unter anderem seit 1975 in der Kirche die Orgel gespielt und auch 17 Jahre lang den Neustadter Kirchenchor geleitet.

Sie alle gehen mit schweren Herzen

Sie alle gehen mit schweren Herzen. „Es tut natürlich weh, wenn die Schwestern Neustadt verlassen“, sagt Sr. Dagmar. Und leicht gemacht haben sich die Schwestern die Entscheidung natürlich nicht. Doch stand und steht bei allem die Sorge um die Schwestern im Vordergrund. Die 13 Schwestern, die von Neustadt in die Seniorenresidenz Kist umziehen werden dort zusammen in einer Gemeinschaft leben können. Und sie werden – im Bedarfsfall – die Pflege erhalten, die sie dann benötigen.

„Es kennzeichnet unseren Orden, dass wir uns nicht an einem Ort festmachen, sondern unterwegs sind zu neuen Aufgaben und andere zu befähigen, diese zu übernehmen“, sagt Sr. Dagmar. „Die Herausforderung der Zeit anzunehmen erfordert Veränderung und manchmal auch, etwas aufzugeben.“

Text und Fotos Martina Schneider