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Wir trauern um Sr. M. Jacinta Grübel OP

Sr. M. Jacinta Grübel OP

Jesus sagte: Lasst die Kinder
und hindert sie nicht,
zu mir zu kommen!
Denn Menschen wie ihnen
gehört das Himmelreich.

Matthew 19,14

Sr. Jacinta wurde am 31. Dezember 1931 als Tochter von Georg und Rosa Grübel in Erlach am Main, auf der anderen Seite des Flusses bei Neustadt, geboren und auf den Namen Margareta Gertrude getauft. Sie besuchte die Schule der Franziskanerinnen in Lohr. Ihre Berufung zur „Mission“ war ihr schon früh bewusst.

Ihre Eltern erfuhren von ihrem Wunsch, nach Afrika zu gehen, als eine der Franziskanerinnen sie zu Hause besuchte und mit ihrer Mutter darüber sprach. Ihre Eltern waren von der Idee nicht angetan und versuchten, sie zu entmutigen.

Sie hatten an den Aussendungszeremonien vieler Schwestern teilgenommen, die nach Afrika geschickt worden waren und nie wieder nach Deutschland zurückkamen. Sie hatten auch Angst, dass sie in Afrika schwarz werden würde! Sie änderten jedoch ihre Meinung, als sie eine Schwester trafen, die auf Urlaub aus Afrika nach Hause zurückgekehrt war und die noch weiß war! Ihr Großvater ermutigte sie, ihrer Berufung zu folgen und überzeugte ihre Eltern, ihr zu erlauben, ins Kloster in Neustadt einzutreten.

Sie trat ins Noviziat in Neustadt ein, zusammen mit Sr. Marietta, Sr. Gerlinde und Sr. Irmtrud, die alle in der gleichen Klasse der Schule der Franziskanerinnen in Lohr waren. Nach ihrer Ersten Profess wurde sie nach Südafrika gesandt und kam im Dezember 1952 in Oakford an. Ihre Ewige Profess legte sie am 8. Dezember 1955 in Oakford ab.

Sr. Jacinta machte ihr Abitur in Südafrika und erhielt 1967 ihre Befähigung zum Lehramt. Sie studierte ein Jahr lang Christenlehre und katechetische Methoden durch die Erzdiözese Durban und absolvierte den Fons-Vitae-Kurs in Mariannhill. Sie verbrachte auch eine Sabbatzeit am „Institute of St. Anselm“ in England.

Ihre vielen Jahre als Lehrerin in Oakford, Empangeni und am Bluff sind ihren Schülern und Schülerinnen in bester Erinnerung, von denen einige bis zu ihrem Tod mit ihr in Kontakt blieben. Sie war eine beliebte Lehrerin und Gemeindekatechetin und ist vielen ihrer Schüler*innen auch durch ihr Gitarrenspiel und ihren Gesang in Erinnerung geblieben.

2001 kam sie in unser Seniorenheim in Pietermaritzburg, wo sie ihre Talente bei den Bewohnern und Bewohnerinnen bei den wöchentlichen Bewegungsübungen, die sie leitete, einbrachte, begleitet von ihrer Gitarre und ihrem Gesang. Sie liebte es zu singen und tat dies bis zu dem Tag, an dem sie nicht mehr alleine in die Kapelle gehen konnte.

Ihre Familie in Deutschland lag ihr sehr am Herzen und es verging keine Woche ohne telefonischen Kontakt. Sie begleitete ihre Familie und die vielen Menschen, mit denen sie langjährige Freundschaften geschlossen hatte, treu mit ihrem Gebet.

Wir hoffen und glauben, dass Sr. Jacinta nun ihre Belohnung im Himmel genießt und die großzügige Liebe des Gottes erfährt, den sie von ganzem Herzen liebte und dem sie mit all ihrer Kraft diente.

Die letzten Jahre ihres Lebens waren voller Schmerz und Angst, als sie mit der Möglichkeit einer Erblindung und den vielen gesundheitlichen Problemen, die das Alter begleiten, konfrontiert wurde - aber ihr Glaube war unerschütterlich. Möge sie jetzt ihren Herrn klar sehen, der sie vor so vielen Jahren beim Namen gerufen hat, der sie geformt, gestärkt und erhalten hat und der sie weiterhin bedingungslos liebt. 

Möge sie für immer in Gottes Frieden ruhen.

Lesen Sie hier den Nachruf von Sr. M. Jacinta Grübel OP