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Aktuelles

„Komm Heiliger Geist, erneuere das Antlitz der Erde“

Mit großer Sorgfalt trennen Sr. Lidia und ihr Team Kartons, Plastik und andere Materialien, reinigen sie und bringen sie zum Recycling.

Was die Nahrungsmittelproduktion angeht, ist Sr. Anna-Rose in ihrem Gemüsegarten beschäftigt. Sie hat gerade wieder angefangen, nachdem sie eine gute Ernte an grünen Bohnen, Spinat usw. eingefahren hat.

Die Cycadeen werden umgepflanzt, da sie jedes Jahr viele neue Pflanzen schenken. Sie wachsen prächtig.

Samenpalmen sind uralte Samenpflanzen, die bis in die Zeit der Dinosaurier zurückreichen. In Südafrika stehen sie unter strengem Naturschutz, und für den legalen Besitz sind oft spezielle Genehmigungen erforderlich.

In der Woche der Laudato Si hören wir den Schrei der Erde und den Ruf der Armen besonders deutlich. Hungernde Menschen, vermüllte Landschaften und die zunehmende Zerstörung unserer Schöpfung machen uns bewusst, wie dringend unsere Welt Heilung, Mitgefühl und verantwortungsvolles Handeln braucht.

Sr. Lidia Maria Danyluk OP erlebt diese Wirklichkeit täglich in Ekukhanyeni und im nahegelegenen Napier Centre for Healing, einer Nachsorgeeinrichtung für Suchtkranke nach ihrer Rehabilitation, die einen ganzheitlichen Heilungsansatz bietet. Es steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Aids-Zentrum und einige Dominikanerinnen arbeiten und unterstützen auch dort.

Gemeinsam mit den Mitarbeitenden setzt Sr. Lidia immer wieder kleine, aber bedeutende Zeichen der Hoffnung. Mit großer Sorgfalt werden Kartons, Plastik und andere Materialien getrennt, gereinigt und zum Recycling gebracht. Damit ist sie Vorbild und leitet andre dazu an, sorgsam mit den Ressourcen umzugehen.

Wenn der Fahrer auf seinem Weg nach Durban Lebensmittel abholt, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen, aber noch vollkommen genießbar sind, verbindet sich praktische Hilfe mit ökologischer Verantwortung. Diesel wird eingespart, der CO₂-Fußabdruck reduziert und gleichzeitig erhalten Patienten und Familien gute Nahrung. So wird Teilen zu einem gelebten Zeichen der Nächstenliebe.

Während so viele Menschen hungern, wird gutes Essen nicht weggeworfen, sondern weitergegeben. Damit stellen sich die Schwestern bewusst gegen die Kultur des Verschwendens und Wegwerfens. In der Küche des Aids-Zentrums ist Sr. Anna-Rose engagiert, sorgt für gute Mahlzeiten und steht den Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Darüber hinaus hat sie begonnen, einen eigenen Gemüsegarten anzulegen. Dort baut sie frisches frische Gemüse (Bohnen und Spinat usw.) an welches die Mahlzeiten der Gemeinschaft bereichert. So lassen sich Einkaufskosten sparen, die sinnvoll dort eingesetzt werden können, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Es sind die kleinen Gesten der Achtsamkeit, im Teilen von Nahrung, im bewussten Umgang mit Ressourcen und im Mut, Verantwortung füreinander und für die Schöpfung zu übernehmen.

Schon vor einigen Jahren hatten sich die Dominikanerinnen beim Projekt „EcoBricks“ engagiert. Dabei wurden leere Plastikflaschen, gefüllt mit nicht recyclebarem Verpackungsmaterial, zu stabilen Bausteinen. Aus Müll entstand so etwas Tragfähiges, etwas, das Schutz und Zukunft schenken kann.

Es sind die kleinen Gesten der Achtsamkeit, im Teilen von Nahrung, im bewussten Umgang mit Ressourcen und im Mut, Verantwortung füreinander und für die Schöpfung zu übernehmen.

Text Sr. Lidia & Martina Schneider

Mai 2026